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Informationen über Krankheiten

Es ist uns ein Anliegen,
euch ehrlich über die sogenannten „Mittelmeerkrankheiten“ zu informieren. Sie sind schon lange kein spezifisches Problem des Mittelmeerraums mehr. Im Zuge der globalen Erderwärmung ist es leider immer mehr ein Thema für jeden Hundehalter.

Gesundheit

Mittelmeer- oder Reisekrankheiten

Obwohl Rumänien kein Mittelmeerland ist, möchten wir an dieser Stelle kurz erläutern, was es damit auf sich hat.

Zu den Mittelmeer- oder Reisekrankheiten zählen folgende Infektionskrankheiten: Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose, Dirofilariose (Herzwurm), Borreliose, Hepatozoonose und Leishmaniose. Alle Mittelmeerkrankheiten werden durch Ektoparasiten (Mücken/Zecken) übertragen.

Die Wortgebung “Mittelmeerkrankheiten” läßt vermuten, dass es sich dabei um Krankheiten handelt, die ausschließlich im Mittelmeer auftreten. Dies ist jedoch nicht der Fall. Der Begriff ist somit etwas irreführend. Es handelt sich bei den aufgezählten Krankheiten, um Krankheiten die alle durch Ektoparasiten (Mücken/Zecken) übertragen werden.Und somit auch in Rumänien und in Deutschland auftreten können.

Die Geografische Lage Targu Jiu`s am Rand der Karpaten wird unsere Hunde nicht mehr lange schützen können. Aufgeführt wird ebenfalls die Giardiose, eine Darmerkrankung hervorgerufen durch Einzeller. Junge oder immunschwache Hunde erkranken oft gerade in Stresssituationen.

ANAPLASMOSE

Infektion: Diese Krankheit wird über den Speichel der Zeckenart Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock) übertragen. Die Anaplasmen befallen bestimmte Abwehrzellen des Hundes und gelangen mit ihnen über den Blutweg zu verschiedenen Organen.
Symptome: Plötzlich einsetzendes Fieber, Apathie, Verweigerung der Futteraufnahme, Entzündungen mehrerer Gelenke, Schwellung der Lymphknoten, Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust, Vergrößerung von Milz und Leber, Atemnot, Einlagerung von Wasser (Ödeme), Bewegungsunlust.
Diagnostik: Ca. einen Monat nach der Infektion können im Blut Antikörper mit Hilfe eines Immunfluoreszenztests nachgewiesen werden (indirekter Erregernachweis). In der Regel treten auch erst zu diesem Zeitpunkt Symptome auf, so dass das Tier dem Tierarzt vorgestellt wird.
Therapie: Die Anaplasmose wird mit einem speziellen Antibiotikum (Doxycyclin) therapiert. Zusätzlich muss je nach Beschwerden symptomatisch behandelt werden. Je nach Schwere der Erkrankung können Bluttransfusionen nötig sein.
Prognose: Sehr gut bei rechtzeitiger Behandlung.

 

 

BABESIOSE

Infektion: Babesien sind Parasiten , die die roten Blutkörperchen befallen. Babesiose gibt es überall dort, wo die Überträger, die Dermacentor-Zecke und die Braune Hundezecke, heimisch sind . Auch in Deutschland häufen sich die Fälle von Babesiose.
Symptome: Akutes Stadium: Fieber , Apathie, dunkler Urin, Appetitlosigkeit, Abmagerung, vergrößerte Milz, Leberschäden, Gelbsucht Chronisches Stadium: Apathie, Schwäche, Abmagerung, Fieberschübe.
Diagnostik: Antikörpernachweis per IFAT: Antikörper werden erst ca. 10 Tage nach Infektion gebildet. Bei frischer Infektion daher meist noch negativ , da es bei akuter Babesiose aber schnell gehen muss , empfiehlt sich bei Verdacht eine PCR . Blutbild und Screening : Anämie, Erhöhte Leberwerte (Bilirubin, LDH)
Therapie: Carbesia 0,25-0,5ml/10kg 2x im Abstand von 14 Tagen Muss über eine Auslandsapotheke bestellt werden
Prognose: Rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, vollständig heilbar!!

 

EHRLICHIOSE

Infektion: Der Überträger ist die Braune Hundezecke. Der Erreger Ehrlichia canis befällt die weißen Blutkörperchen (Monozyten) und „reist“ mit ihnen ins Knochenmark, in die Leber und die Lymphknoten.
Symptome: Akutes Stadium: Fieberschübe bis 41°C, Lethargie, Anorexie, eitriger Nasenund Augenausfluss, Krampfanfälle und Lähmungen der Hinterhand. Subklinisches Stadium: mild , meist wird nichts bemerkt, Anämie, Gewichtsverlust und Blutungen Chronisches Stadium: Mattigkeit, Fieber, Blutungen ,Blut in Urin oder Kot , Nasenbluten, Niesen
Diagnostik: Antikörpertest per IFAT : Ab dem 14. Tag erst nachweisbare Antikörper , bei akutem Verdacht empfiehlt sich daher eine PCR Mikroskopischer Nachweis per Blut- Ausstrich Auch hier gilt: Keine der Untersuchungen allein gibt Aufschluss darüber, wie schwer erkrankt der Hund ist , in welchem Stadium er sich befindet und/oder ob er behandelt werden muss. Weitere Untersuchungen wie Blutbild und Screening in Verbindung mit Symptomen , sagen darüber mehr aus: Veränderungen im Blutbild: Anämie, niedrige Leukozyten, niedrige Thrombozyten, Veränderungen im Screening: Erhöhung Gesamteiweiß, Erhöhte Leberwerte (Bilirubin, AP, GPT)
Therapie: Doxycyclinhyclat (Ronaxan) 2xtägl 10mg/kg über 4-6 Wochen NICHT !! geeignet für Welpen unter 5 Monaten. Zusätzlich kann in schweren Fällen Carbesia gespritzt werden.
Prognose: Leider ist die Behandlung nicht in allen Fällen erfolgreich. Besonders bei chronischen Krankheitszuständen ist die Prognose für das Überleben meist ungünstig.

 

BORRELIOSE

Infektion: Die Borreliose beim Hund ist eine der häufigsten durch Zecken (Holzbock) übertragenen Infektionskrankheiten. Sie ist auch unter den Namen Lyme-Krankheit oder Lyme-Borreliose bekannt und tritt vor allem in den Sommermonaten auf. Ursache der Erkrankung sind bestimmte Bakterien, die im Magen-Darm-Trakt der Zecken leben.
Symptome: Die ersten Symptome einer Borrelien-Infektion sind unspezifisch und werden meist übersehen. Markante Symptome treten häufig erst lange nach einem Zeckenbiss auf. – Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit – Entzündung der Bissstelle – Lymphknotenschwellungen – Schwellungen an Gelenken durch Gelenkentzündungen, v.a. an Vorderund Hinterläufen, oft wechselnd – desweiteren können Nieren- und Nervenschäden auftreten – plötzliche Lahmheit
Diagnostik: Bluttest (Antikörpertest). Neuere immunologische Verfahren wie der Western-Blot oder das C6-ELISA-Verfahren weisen eine Infektion mit Borrelien beim Hund sicherer nach und reagieren nicht bei Antikörpern, die durch eine Impfung entstanden sind.
Therapie: Diese Infektion wird über längere Zeit ( mindestens 3-4 Wochen) mit Antibiotika behandelt. Prophylaxe: Eine Infektion des Hundes erfolgt erst ca. 48 Stunden nach dem Zeckenbiss, denn die in der Zecke schlummernden Borrelien werden erst durch das eingesogene Blut “geweckt”, wandern dann in die Speicheldrüsen der Zecke, die die Erreger dann mit dem Speichel in das Wirtstier einschleust. Eine Infektion kann folglich verhindert werden, wenn man den Hund in der Zeckenzeit (Frühjahr-Herbst) nach jedem Spaziergang sorgfältig nach Zecken absucht. Über Präparate, die Zecken entweder von einer Attacke abhalten (sog. Repellentien) oder sie vor Ablauf von 48 Stunden nach dem Biss abtöten, informiert Sie Ihr Tierarzt.
Prognose: Wird die Borreliose beim Hund rechtzeitig mit Antibiotika behandelt, ist die Prognose gut. Allerdings ist es wahrscheinlich nicht möglich, alle Bakterien zu eliminieren. Bei einer chronischen Borreliose können immer wieder Schübe mit akuten Beschwerden auftreten.

 

DIROFILARIOSE

Infektion: Die Dirofilariose beim Hund wird durch einen Herzwurm (Dirofilaria immitis) ausgelöst. Stechmücken aus bestimmten Regionen wärmerer Länder übertragen die Larven des Herzwurms, wenn sie den Hund stechen. Die meisten Spezies werden durch Stechmücken, einige durch Flöhe oder Zecken übertragen.Der Herzwurm (Dirofilaria immitis) aus der Gruppe der Dirofilarien wird als Larve auf ein Wirtstier übertragen und reift dort zum ausgewachsenen Tier heran, das sich in den großen Blutgefäßen der Lunge festsetzt. Im weiteren Verlauf können die Würmer in die Herzgefäße bzw. -vorhöfe einwandern und dort überleben. Da diese Würmer zwischen 20 und 30 Zentimeter groß werden, verursachen sie einen erheblichen Blutstau und damit eine Mangelversorgung.
Symptome: Ein Befall mit wenigen Würmern wird von Hunden meist symptomlos toleriert; allerdings kann es bei Hunden auch zu einem massiven Befall kommen. Grundsätzlich setzen die Symptome erst Monate nach der eigentlichen Infektion ein. So lange dauert es nämlich, bis sich die Herzwurmlarve zum ausgewachsenen Wurm entwickelt hat. Zunächst kommt es infolge der Mangelversorgung zu Merkmalen allgemeiner Schwäche, Antriebs- und Teilnahmslosigkeit sowie Gewichtsverlust. Charakteristisch sind im weiteren Verlauf oft Atemnot und Husten, Würgen und Erbrechen sowie Wassereinlagerungen im Bauch. Wandern die Würmer ins Herz, können bei starkem Befall Herzstörungen bis hin zum Herzversagen sowie Leber- und Nierenstörungen und Blutarmut (blasse Schleimhäute) hinzu kommen. Der Urin färbt sich rot. Unerkannt oder zu spät behandelt, führt ein starker Befall meist zum Tod.
Diagnostik:

Labor (PCR), Herzwurm-Antigentest, Herzultraschall, Röntgen Thorax

Therapie: Strikte Ruhe sollte eingehalten werden. Herzwürmer können durch Wurmmittel wirkungsvoll bekämpft und abgetötet werden. Allerdings darf mit dem Einsatz nicht gewartet werden, bis sich die ausgewachsenen Würmer in der Lunge festgesetzt haben, denn die absterbenden Würmer verstopfen die Blutgefäße und verursachen so gefährliche Embolien und Thrombosen. Von daher ist eine regelmäßige und rechtzeitige Entwurmung notwendig, um Herzwürmer noch im Larvenstadium nebenwirkungsfrei zu bekämpfen. Bei juventilen Microfilarien haben sich Milbemaxx und Advocate Spot on bewährt. Außerdem stehen weitere Medikamente zur Verfügung (Moxidectin,Selamectin). Die Therapie ist bei dieser Erkrankung langwierig. Hier steht die Prophylaxe im Vordergrund.
Prognose: Die Erkrankung ist meist sehr erfolgreich behandelbar.

 

HEPATOZOONOSE

Infektion: Die Hepatozoonose des Hundes wird von dem Erreger Hepatozoon canis hervorgerufen. Dieser Parasit gehört zu den Coccidien (parasitäre Einzeller) und wird durch Verschlucken/Zerkauen von infizierten Zecken (braune Hundezecke „Rhipicephalus sanguineus“, evtl. auch Igelzecke „Ixodes hexagonus“) übertragen. Eine Übertragung durch Fuchskontakt (Fuchs-Aas) wird vermutet. Hepatozoen bohren sich durch die Darmwand in verschiedene Organe (vor allem Milz und Lymphknoten, Knochenmark) und befallen Endothelzellen und weiße Blutkörperchen (Leukozyten). Der Erreger stammt ursprünglich aus Afrika und wurde über die Hafenstädte nach Europa transportiert. Mittlerweile wandert er in Füchsen stetig weiter in den Norden oder wird durch nach Deutschland importierte Träger-Hunde mitgebracht.
Symptome: Symptome treten nicht immer auf und sind eher untypisch. Daher wird eine Hepatozoonose oft nur zufällig in der Routine-Blutuntersuchung entdeckt. Akute Symptome einer ausgebrochenen Hepatozoonose sind Fieberschübe, geschwollene Lymphknoten, Nasen- und Augenausfluss, Durchfall (häufig blutig) und Erbrechen, Muskelschmerzen/-entzündung (vor allem in der Lendenregion) (CK und AP erhöht) mit Gangsteifheit und neurologische Symptome. Die Symptome können jedoch auch zyklisch auftreten, dann auch mit Blutarmut (HKT und Erys erniedrigt) und Abmagerung. Spätfolgen können Nierenschäden durch die Bildung von Immunkomplexen sein. Die meisten Hunde sind asymptomatisch und benötigen keine Behandlung.
Diagnostik:

Hepatozoonose kann mit einem Bluttest oder einer Gewebeprobe im Labor diagnostiziert werden. Bei einigen wenigen Hunden kann (vor allem bei früher Diagnose und Therapiebeginn) die Hepatozoonose geheilt werden. Hat sich der Erreger festgesetzt, ist er nicht mehr aus dem Gewebe entfernbar. Durch Antiprotozoika kann die Anzahl der Hepatozoen im Körper des Tieres reduziert werden. Gegen die Muskelschmerzen helfen entzündungshemmende Medikamente. Ein gesundes, starkes Immunsystem schützt infizierte Tiere vor einem Ausbruch der Krankheitssymptome. Labor: PCR, Antikörpertest

Therapie: Eine Therapie, die den Erreger eliminiert, ist nach heutigem Stand nicht möglich. Es wird je nach Krankheitsbild symptomatisch behandelt: Imidocarb (Spätphase), Toltrazuril (Frühpase), Sulfonamid-Trimetoprim, Clindamycin und Antiphlogistika. Die meisten Hunde sind jedoch asymptomatisch und benötigen keine Behandlung. Eine Infektionsgefahr für den Menschen besteht nicht (es ist keine Zoonose). Bei Hepatozoon positiv getesteten klinisch gesunden Hunden ist es wichtig, dass sie gesund und möglichst stressfrei leben. Einige Medikamente können sich negativ auswirken, wie zum Beispiel Cortisonpräparate, da diese das Immunsystem schwächen. „Strenge Nutzen-Risiko-Abwägung“. In jedem Fall ist die Beratung durch einen Tierarzt sinnvoll. Die wichtigste Vorbeugung ist eine Zeckenprophylaxe, vor allem auch von symptomlosen Trägertieren damit keine Übertragung auf erregerfreie Tiere erfolgen kann. Achtung: Aufgrund des für Coccidien-typischen Entwicklungszyklus und des Jahreszeitabhängigen Auftretens ist Hepatozoon canis im Dezember und Januar häufig via PCR nicht nachweisbar.
Prognose: Die Prognose für erkrankte Hunde ist ungewiss und mangelhaft erforscht, da sich einige Hunde spontan erholen, andere aber verenden. Eine Infektionsgefahr für Menschen besteht nicht.

 

LEISHMANIOSE

Infektion: Die Leishmaniose beim Hund ist eine Infektionskrankheit, deren Erreger (Leishmanien) von Sandmücken beziehungsweise Schmetterlingsmücken verbreitet werden. Diese Mückenart kommt vorwiegend in wärmeren Klimazonen vor (südlich des 45. Breitengrads).
Symptome: Eine Leishmaniose äußert sich beim Hund anfangs mit uncharakteristischen Symptomen, wie Abgeschlagenheit, Fieberschüben, Durchfall und Gewichtsverlust, die zumeist schubweise auftreten. Im Verlauf treten deutlichere Leishmaniose-Symptome beim Hund auf, zum Beispiel: Geschwollene Lymphknoten, schmerzempfindlicher Bauch, Haarausfall, nicht juckende, schuppige (große, weiße und fettige Schuppen) Hautausschläge auf dem Nasenrücken, an den Ohrspitzen und rund um die Augen des Hundes Dieser Ausschlag kann sich mit der Zeit auch auf den ganzen Hund ausbreiten. Im Verlauf der Leishmaniose kommt es gegebenenfalls zu weiteren Symptomen, wie Nasenbluten, blutiger Kot und übermäßig starker Krallenwuchs.
Diagnostik:

Absichern lässt sich die Diagnose der Leishmaniose durch Labor-Untersuchungen. Dazu entnimmt der Tierarzt dem Hund Blutproben und Gewebeproben. Es ist zu beachten, dass auch Hunde, die noch keine Symptome zeigen, infiziert sein können (stumme Infektion). Auch, wenn die Leishmaniose noch nicht ausgebrochen ist, lassen sich bereits Antikörper im Blut des Hundes nachweisen.

Therapie: Bei der Behandlung muss zuerst herausgefunden werden, ob der Hund nur infiziert ist oder ob die Krankheit bereits ausgebrochen ist. Es gibt zwei Therapiemöglichkeiten für die Leishmaniose: eine Tablettentherapie mit dem Wirkstoff Allopurinol oder eine kurzfristige Behandlung mit einem Antimon-Präparat. Diese lindern die Symptome der Erkrankung. Grundvoraussetzung in jedem Fall ist eine Stärkung und Stabilisierung des Immunsystems des Hundes. Stressvermeidung, Geborgenheit, ausgewogenes, gesundes Futter verbessern die Konstitution und das Wohlbefinden des Hundes und stärken gleichzeitig sein Immunsystem. Bei einer Leishmaniose ist häufig eine lebenslange Therapie des Hundes erforderlich.
Prognose: Selten lässt sich eine Leishmaniose beim Hund vollständig heilen. Das Risiko von Rückfällen besteht auch nach einer erfolgreichen Behandlung des Hundes. Wird die Leishmaniose nicht behandelt, sterben 90 Prozent der infizierten Hunde innerhalb der ersten zwölf Monate. Meist tritt der Tod infolge eines Nierenversagens (Niereninsuffizienz) ein.

 

GIARDIEN

Infektion: Giardien beim Hund sind einzellige Dünndarm-Parasiten, die unter Umständen zu Durchfall und Erbrechen führen. Vor allem Welpen und Hunde mit einem geschwächten Immunsystem zeigen bei einer Infektion Symptome. Etwa jeder fünfte Hund ist mit Giardien bei uns in Deutschland infiziert. Die Befallshäufigkeit bei Welpen und Jungtieren kann dabei bis auf 70% ansteigen. Laut einiger Studien sind bei ca. 22% der Hunde eine Giardien-Infektion die Ursache für eine Durchfallerkrankung. Die Hunde stecken sich über den infizierten Kot, besiedeltes Wasser oder Nahrung, sowie den Kontakt zu erkrankten Hunden mit Giardien an – zum Beispiel, indem sie infizierte Hunde ablecken.
Symptome: Symptome bei Giardien beim Hund treten vor allem bei Welpen oder Hunden mit einem geschwächten Immunsystem auf. Bei gesunden, kräftigen ausgewachsenen Tieren verläuft eine Ansteckung mit Giardien oftmals symptomlos. Die typischen Anzeichen einer Giardien-Infektion sind starker, wiederkehrender dünnbreiiger, schleimiger und blutiger Durchfall. Junge Hunde, die sich mit Giardien angesteckt haben, erbrechen bisweilen, verlieren an Gewicht und leiden teilweise unter Wachstumsstörungen und Hautentzündungen. Oft haben sie ein stumpfes, mattes Fell.
Diagnostik: Haben Welpen Durchfall ist es immer sinnvoll eine Kotprobe beim Tierarzt untersuchen zu lassen. Genauso, wenn wiederholt Magen-Darm-Probleme beim erwachsenen Hund auftreten. Für die Kotuntersuchung sollte am besten an drei Tagen Kot gesammelt werden, damit auch andere Parasiten ausgeschlossen werden können. Zum Nachweis von Giardien beim Hund eignen sich verschiedene Labortests (ELISA). Seit einiger Zeit stehen zudem verschiedene Schnelltests zur Verfügung, um Giardien beim Hund nachzuweisen.
Therapie: Für die Behandlung der Giardien stehen dem Tierarzt spezielle Medikamente (z.B. Fenbendazol, Metronidazol) zur Verfügung. Nach 24 bis 36 Stunden Metronidazolgabe ist der Hund meist symtomfrei, die Behandlung muss aber darüberhinaus fortgesetzt werden. Es wird empfohlen dem Hund während der Behandlung kohlenhydratarmes Futter ohne Milchprodukte zu füttern. Auf konsequente Hygiene ist zu achten. Liegeplätze, Fress- und Trinknäpfe sollten desinfiziert werden bzw. mit heißem Wasser über 65 Grad Celsius gewaschen werden. Wichtig: auch draussen den Kot einsammeln!
Prognose: Bei entsprechender Behandlung eine vollkommene Heilung.

 

 

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